Reise: Der Herr sieht dich
Tag 1 von 7
Du bist nicht übersehen
„Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht.“
1. Mose 16,13
Impuls
Kennst du das Gefühl, dass niemand wirklich sieht, wie es dir geht?
Ich glaube, dieses Gefühl kennen wir alle.
Man funktioniert, lächelt vielleicht sogar – und trotzdem bleibt innerlich die Frage: Sieht mich überhaupt jemand? Und sehe ich mich eigentlich selbst noch?
Genau so ging es auch einer Frau, von der die Bibel erzählt: Hagar.
Sie war nicht freiwillig in der Wüste. Sie war verletzt, allein und auf der Flucht. Wahrscheinlich hätte niemand erwartet, dass Gott gerade dort begegnet – fernab von Sicherheit und Gemeinschaft.
Doch genau in dieser Einsamkeit spricht Gott zu ihr. Er sieht nicht nur ihre Situation, sondern auch ihr Herz. Diese Begegnung verändert etwas in ihr. Deshalb sagt Hagar: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“
Vielleicht verändert Gott nicht immer sofort unsere Umstände. Aber seine Gegenwart verändert oft unseren Blick darauf. Die Geschichte von Hagar erinnert uns daran, dass es keinen Ort gibt, an dem Gottes Blick uns nicht erreicht – nicht die Wüste, nicht unsere Zweifel und auch nicht unsere dunkelsten Gedanken.
Ich möchte dich einladen, diesen Satz heute mitzunehmen – und vielleicht auch in die schweren Tage, die irgendwann kommen werden: Du bist nicht übersehen. Du bist von Gott gesehen.
Egal, wo du gerade stehst: Der Herr ist mit dir.
Gebet
Herr,
danke, dass dein Blick an mir nicht vorbeigeht. Du kennst meine Gedanken, meine Sorgen und auch die Dinge, die ich niemandem erzähle. Hilf mir, heute darauf zu vertrauen, dass du bei mir bist – auch dann, wenn ich mich allein fühle.
Amen.
Für heute
Wann hast du dich zuletzt übersehen gefühlt – und wie verändert der Gedanke, dass Gott dich sieht, deinen Blick auf diese Situation?
